Freitag, 7. Januar 2011

Akwaba!

 03.01.11, Tag 7:
Kobla - unser neuer Freund von der Strandbar am Coco-Beach!!!!

Auf geht’s zum Coco-Beach!!!! Sooooo, weitere aufregende Erfahrungen duften wir heute mit dem sogenannten “Trotro” machen! Was ist ein Trotro? Das ist kurz gesagt, ein zusammen geschweisstes Irgendwas aus rostigem Blech mit 4 Rädern. Neppel würde wohl sagen “ein gummi-bereiftes-Kasperle-Theater” (in Erinnerung an “Letsche”)!
Um es noch anschaulicher zu beschreiben, noch einen kleinen Ausspruch von Tanja: “Ich kann den Straßenboden sehen!!!” Also die Dinger würden noch nicht mal auf dem Schrottplatz von den Ludolfs stehen dürfen! So sind wir dann also mit 21 gezählten Leuten (normal Platz für ca. 10-15) in diesem zweifelhaften Gefährt in Richtung “Coco-Beach” aufgebrochen. Der Coco-Beach ist ein Palmenstrand, an dem sich hauptsächlich Einheimische aufhalten - ok, und 2 “Obronis” (also Fremde/Weiße). Nach dem wir die mega-hohen Wellen besiegten, musste Tanja dann mal für kleine Mädels und ist dann auf nem privaten Donnerbalken von einer Strand-Dame gelandet. Sie kam wieder mit den Worten: “Und du machst ins Meer!” Gesagt, getan!
Schönen Gruss an dieser Stelle an den Penis-Fisch, ich bin ihm entkommen!!!! Außerdem gibt’s den ja nur in stehenden Gewässern - und der Golf von Guinea ist das mit großer Sicherheit nicht! Scheinbar lebt der wohl nur im Amazonas und soweit unsere Geografie-Kenntnisse reichen, ist der woanders…
Auf dem Rückweg wurden wir dann schwach! An dieser Stelle müssen wir ehrlich sein: Wir haben in einer Strandbar gegessen, obwohl es abends bei Rose nochmal Essen gab. Aber wir konnten an den Pommes und dem Sandwich nicht vorbei gehen… Endlich mal kein Fufu oder irgendwelche rote Soße (die nicht übel ist, halt nur nicht jeden Tag…).

Tag 8:
UUUUUUraub im Küstenort Winneba!

Heute gings ab in die Relax-Abteilung, nämlich in den ort Fischerort Winneba. Um dort hinzukommen jedoch, musste noch das ein oder andere Abenteuer überwunden werden!
Eigentlich sind es von Teshie nach Winneba nur ca. 70 km, aber es wurde ja schon das Fahren mit den berühmten Trotro´s angesprochen… Eigentlich müssten die da Sturzhelme verteilen, wegen der Schlaglöcher in den Straßen.
Es war nötig, dass wir 2 Obronis in der Hauptstadt der Ameisen (auch Accra genannt) umsteigen und mit einem schnelleren Mini-Bus in Richtung Winneba weiterfahren. Eigentlich nicht sooooo wild, man sollte sich jedoch vorstellen, es ist Winterschlussverkauf bei KiK und das Ganze findet in Köln-Chorweiler statt und die es gibt noch 40% Rabatt auf alle türkischen Artikel. Mit anderen Worten Gedrücke, Geschiebe und Orientierungslosigkeit.
Wir lösten ein Mini-Bus-Ticket und waren stolz den richtigen Wagen gefunden zu haben. Problem: Hier wird erst losgefahren, wenn die Kisten voll besetzt sind. Und das kann dauern - in unserem Fall: 2 Stunden bei glühender Hitze mitten im Getümmel….
Irgendwann war es dann soweit, dass ich schon ausgestiegen bin und Tanja noch im Trotro weiterfuhr, bis einer der Mitfahrer rief: “Wir haben hier ZWEI OBRONIS!!! Happy End also als angehalten wurde und wir uns wieder hatten…
Der Rest der Fahrt verlief problemlos und wir gönnten uns ein mega-schönes Hostel (für ghanaische Verhältnisse) und jetzt kommt´s: MIT FLIESSEND WASSER !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! UND TOILETTEN-SPÜLUNG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Kurz vor dem Zu-Bett-Gehen noch eine Geschichte aus dem Tierreich:
Eine Libelle ghanaischen Ursprungs versperrte uns den Weg ins Zimmer. Aber gut, dass ein Mann wie ich am Start ist: Schnell drüber gesprungen und Tür zugeknallt (natüüüüürlich völlig ohne Panik….). Doof: Tanja stand noch vor dem Urviech und kämpfte mit dem Gedanken, ob sie nun in Panik verfallen soll wegen des Tieres oder wegen der Dreistigkeit ihres Mitreisenden….
Schlussendlich rettete sie der Hostel-Mitarbeiter und killte die Libelle!
(an dieser Stelle sei gesagt, dass Tanja sich nicht ganz mit dieser verweichlichten Version zufrieden gibt und darauf besteht, dass zu keinem Zeitpunkt die Notwendigkeit bestand das Tier zu töten)

Tag 9:
Fischen am Traumstrand
Tags drauf sind wir dann nach der Einfuhr von Weißbrot (essen die hier alle oder direkt morgens Reis mit Pampe) und guten Instant - Kaffee zum Traumstrand von Winneba aufgebrochen. Leute lasst euch gesagt sein: Der Palmenstrand aus der Rafaello-Werbung kann einpacken! Menschenleerer Sandstrand, Palmen, einige Fischer, bei denen wir deren taktisch-gemeinschaftliches Fischen beobachten konnten und wir 2 weißen Menschen. Das war´s! Keine laute Musik, kein Tourismus, einfach heile Welt!!! Tanja machte sogar erste Erfahrungen mit den Fischern die Netze einzuziehen während ich mich darauf konzentrierte den Engländern auf Mallorca in Sachen Sonnenbrand Konkurrenz zu machen! Würde sagen, hat gut geklappt !
Schaut her liebe Leut- es ist nicht alles Urlaub...


Eins war klar: sauberer war es nach der Waesche nicht!
Bei Next Door um die Ecke

So siehts dann gegen Abend aus....


Trotro / jedes Mal Ort fuer unglaubliche Geschichten!


Der Mann und das Meer!



Die gesamte Fischergemeinde von Winneba!



...und mitten drin: unsere Arbeitsbiene Tanja! Burnout-gefaehrdet!


Schade, dass man das ganze Zappeln nicht sieht!


irgendwann will ich da mal mit fahren!


Bei unserer derzeitigen Family! (links Nana, rechts Maami)


Unsere Silvesterabend-Gesellschaft! Lustig wars!


Schoen, aber gut, dass es noch kein Geruchs-Internet gibt (dahinter waren die Fischstaende....)

1 Kommentar:

  1. Ach ja, und eins nur: Auch wenns anfangs so rueber kam, als waeren wir hier ueberfordert, so muss gesagt werden, wir haben hier aaaaalles unter Kontrolle! (naja, wenigstens so manches...)

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